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Ölwechsel selber machen

Stand: 09.10.2026

Ein Ölwechsel lässt sich selbst machen, ist aber aufwendig. Sie brauchen neues Öl nach Herstellervorgabe, einen neuen Ölfilter mit Dichtring, eine Möglichkeit, das Auto sicher anzuheben, eine Auffangwanne und eine Annahmestelle für das Altöl. So beschreibt es der ADAC. Das Altöl gehört nie in den Abfluss oder den Hausmüll.

Material und Werkzeug

Nach den Angaben des ADAC gehören dazu:

  • Motoröl in der passenden Spezifikation
  • Ölfilter und Dichtring
  • Hebebühne, Auffahrrampe oder ein Absauggerät
  • Auffangwanne
  • passendes Werkzeug
  • ein Behälter für das Altöl

Bei manchen neueren Autos ist die Ablassschraube schwer zu erreichen und braucht Spezialwerkzeug. Schauen Sie vorher nach, ob das bei Ihrem Fahrzeug so ist.

Das richtige Öl

Welches Öl in den Motor gehört, steht in der Betriebsanleitung oder im Serviceheft. Die Viskosität wird nach SAE-Klassen angegeben, zum Beispiel 5W-30. Die erste Zahl beschreibt das Fließverhalten bei Kälte, die zweite bei 100 °C. Verwechseln Sie Motoröl nicht mit Getriebeöl. Auch die Wechselintervalle legt der Hersteller fest, teils starr, teils flexibel.

Ablauf in Kürze

Der ADAC nennt diese Punkte:

  1. Den Motor warm fahren und einige Minuten abstellen. Dann gelingt der Wechsel am gründlichsten.
  2. Das Auto sicher anheben. Heben Sie nur an den Punkten an, die die Bedienungsanleitung nennt.
  3. Das Altöl in der Auffangwanne ablaufen lassen oder absaugen.
  4. Den Ölfilter immer zusammen mit der Dichtung wechseln. Dort sammeln sich Abrieb und Rückstände.
  5. Neues Öl einfüllen und den Ölstand kontrollieren.

Für die Ölstandskontrolle steht das Auto auf ebenem Untergrund, der Motor ist betriebswarm und seit kurzem abgestellt. Füllmenge und weitere Werte finden Sie in den Fahrzeugunterlagen. Wer unsicher ist, lässt den Wechsel von einer Fachwerkstatt machen.

Altöl und Ölfilter abgeben

Für Altöl gilt die Altölverordnung. Nach § 8 AltölV muss ein Betrieb, der Motoren- oder Getriebeöl an Endverbraucher abgibt, eine Annahmestelle haben. Sie nimmt das Altöl kostenlos an, höchstens in der Menge, die verkauft wurde. Das gilt auch für Ölfilter und ölhaltige Abfälle, die beim Ölwechsel regelmäßig anfallen. Mehr dazu im Abschnitt „Ölwechsel und Altöl“ des Ratgebers Was darf man in der Mietwerkstatt machen?.

Dazu rät der ADAC:

  • Heben Sie den Kassenzettel auf. Ohne Beleg nehmen Händler das Öl nur aus Kulanz an.
  • Bewahren Sie Altöl in geschlossenen Behältern auf, etwa in Flaschen oder Kanistern.
  • Mischen Sie Altöl nicht mit anderen Stoffen. Verschiedene Sorten bleiben getrennt.
  • Leere Ölbehälter und verschmutzte Putztücher gehören ebenfalls zur Annahmestelle.
  • Wertstoffhöfe nehmen oft kleine Mengen an. Wie viel, regelt die jeweilige Verordnung vor Ort.

Verboten ist die Entsorgung im Hausmüll, im Abfluss oder in der Umwelt. Je nach Fall drohen Bußgelder.

In der Mietwerkstatt

Eine Mietwerkstatt mit Hebebühne erspart das Anheben mit dem Wagenheber. Im Verzeichnis nennen 85 von 160 Mietwerkstätten eine Hebebühne, 8 eine Grube (Mietwerkstatt mit Grube). Fragen Sie vorher, ob Altöl angenommen wird und ob das etwas kostet. Wer Hilfe möchte, findet 27 Betriebe mit Hilfe vom Fachmann.

Eine Werkstatt in Ihrer Nähe finden Sie auf der Startseite.

Quellen

Abgerufen am 09.10.2026:

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